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BAdW München

Vortrag beim (Art-)History goes Digital Workshop in München

VDM Maps: Frühe deutsche Musikdrucke in Raum und Zeit
Vortragende: Andrea Lindmayr-Brandl & Caroline Atzl

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Abstract

In dem Projekt "Die Anfänge des Notendrucks in deutschsprachigen Ländern", das vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördert wird, geht es in einem ersten Schritt um die Erfassung von Publikationen aus dem Zeitraum 1470-1550, in denen Musik eingedruckt wurde. Dabei ist jede gedruckte Quelle mit jeder Art von Notation für uns von Interesse, sodass eine Fülle von unterschiedlichen Drucktypen und Drucktechniken erfasst werden.

Ziel ist es, von jeder Edition mindestens ein Exemplar untersucht zu haben und ggf. mit einem online-scan zu vergleichen. Die Datenaufnahme ist sehr detailliert, an unseren Forschungsfragen orientiert und geht über reguläre Bibliographien weit hinaus. Zur Organisation unserer Daten dient uns eine komplex aufgebaute online-Datenbank (vdm.sbg.ac.at), die in zwei Ebenen zwischen Editionen und einzelnen Exemplaren einer Edition unterscheidet. Die Datenbank ist ein work in progress. Gegenwärtig verzeichnet sie 1173 Editionen und etwa 7000 Exemplare, die den jeweiligen Editionen zugeordnet sind.

Für die Auswertung der Daten bietet unsere Datenbank eine sehr differenzierte Suchmaske, mit deren Hilfe wir gezielt Teilrepertoires auswählen können, die für uns von Interesse sind. Diese Funktion stößt aber an ihre Grenzen, wenn es um eine zentrale Forschungsfrage unseres Projekts geht: nämlich die Verbreitung der Drucke in Zeit und Raum. Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit KollegInnen aus der Geoinformatik interaktive Karten entwickelt, die uns erlauben, die Auswertung große Datenmengen zu visualisieren und somit fassbar und in ihrer Entwicklung verständlich zu machen.

Die Designstrategie verfolgt einen Task-orientierten Ansatz, bei dem für jede Fragestellung eine Webkartenanwendung erstellt wurde. Die unterschiedlichen Webkarten können von einer zentralen Zugriffseite aus aufgerufen werden (Abbildung 1). Die Darstellung in Form von Zeitreihen und die Filterung der Daten nach unterschiedlichen Kriterien steht im Vordergrund. Dabei bilden speziell auf den Anwendungskontext zugeschnittene Datenbanksichten die Grundlage für die standardisierten Web Services, die in die Karten eingebunden werden und so die Datenbasis bereitstellen. Somit werden raum-zeitliche Analysen durchführbar, die ein einfaches Verstehen und schnelles Erfassen der Inhalte ermöglichen.

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