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Räumliche Energieplanung für die Wärmewende

2018 bis 2021

Die Räumliche Energieplanung (Spatial Energy Planning / SEP) hat das Potenzial zum Game-Changer für den Wärmesektor und wird ein wichtiger Hebel für die Integration innovativer und nachhaltiger Wärmetechnologien und neuer Marktmodelle. Der Umbruch auf dem Energiemarkt erfordert Information und Koordination, um die Potenziale aller erneuerbaren Energieformen auszuschöpfen und die verfügbaren Ressourcen und Infrastrukturen bestmöglich einzusetzen. Marktunvollkommenheiten müssen gelöst, Investitionssicherheit gewährleistet und neue Geschäftsmodelle (insbesondere für die netzgestützte Wärmeversorgung) ermöglicht werden.

Die Anwendung von SEP in den Instrumenten der öffentlichen Steuerung (Regulierung und Governance) kann einen wesentlichen Beitrag zur notwendigen Unterstützung, Koordination und Kosteneffizienz (von Investitionen und Finanzierung) in der Wärmewende leisten. Innovative Gebietskörperschaften sind bereit eine aktive Rolle einzunehmen. In diesem Projekt arbeiten drei Bundesländer (Wien, Steiermark, Salzburg), ihre Hauptstädte und Vorreiter-Gemeinden aller Größenordnungen sowie die renommier-testen österreichischen Forschungseinrichtungen im Bereich der Technik gemeinsam daran, alle notwendigen Grundlagen für die Einführung von räumlicher Wärmeplanung bereitzustellen - als Role Model für Österreich und andere Europäische Staaten.

Digitalisierung ermöglicht eine Bereitstellung aller notwendigen Grundlagen. Der HEATatlas stellt die komplexen urbanen Energiezusammenhänge, zB Potenziale Erneuerbarer Energiequellen, Infrastruktur und dynamische Wärme- und Kältenachfragen in hoher räumlicher Auflösung zur Verfügung und macht so langfristige Energie- und –infrastrukturplanung möglich. Das notwendige Fundament des HEATatlas sind zuverlässige und aktualisierte Daten in hoher Granularität. Mit den Partnern der öffentlichen Verwaltung kann das Projekt die besten verfügbaren Daten gewährleisten. Forschungseinrichtungen in ganz Europa haben anspruchsvolle Konzepte und Modelle für die Darstellung von Wärmedichten entwickelt. Das Projekt zieht diese zusammen und schafft mit dem Bezug zur Praxis eine Synthese, die direkt für die Zwecke der räumlichen Energieplanung in den öffentlichen Verwaltungen nutzbar ist. Hinzu kommt die Diskussion und Vertiefung von Energiezonenkonzepten als zentrale Grundlage für öffentliche Regulierungs- und Verwaltungsprozesse. Als Kern des Systems wird ein HEATapp-Prototyp programmiert, der automatisierte Abfragen und fundierte Analysen ermöglicht und die Umsetzung von SEP in den drei konkreten Anwendungsgebieten der öffentlichen Verwaltung vorbereitet: Arealentwicklungen, Raumplanung und Entwicklung sowie Monitoring von Energiestrategien.

Eine mit OGD und basemap.at kompatible Programmierung unterstützt die Funktionsfähigkeit in allen regionalen und städtischen GIS-Infrastrukturen der beteiligten Regionen und darüber hinaus.

Innovation liegt im Prozess – Die einzigartige Partnerkonstellation, hochgradige Umsetzungsorientierung und weitreichende Multiplikationsmöglichkeiten machen das Projekt zu einem starken Hebel für die Wärmewende.

 

Projektleitung: Alexander Rehbogen, SIR – Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen

Projektpartner:

  • Stadt Wien – MA20
  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung
  • Amt der Salzburger Landesregierung
  • Stadt Graz - Baudirektion
  • Stadt Graz - Umweltamt
  • Stadt Salzburg
  • Stadt Kapfenberg
  • Stadt Zell am See
  • Energieregion Weiz-Gleisdorf
  • Gemeinde Grödig
  • Gemeinde Bergheim
  • UIV – Urban Innovation Vienna – Energy Center Wien
  • Grazer Energieagentur GmbH
  • Energieagentur Steiermark GmbH
  • Research Studios Austria Research - Studio iSPACE   
  • AEE INTEC – Institut für Nachhaltige Technologien
  • Technische Universität Wien – Energy Economics Group
  • e7 Energy Market Analyse GmbH
  • Technische Universität Graz – Institut für Wärmetechnik
  • RSA iSPACE

 

Fördergeber:

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