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PTS - Public Transport Screener

2010 bis 2012

Das Mobilitätsverhalten und die Mobilitätsmöglichkeiten von Personen werden wesentlich von demographischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wie auch von raumstrukturellen Veränderungen geprägt. Ein wesentlicher Anteil älterer Personen ist aufgrund physischer oder finanzieller Einschränkungen auf öffentliche Verkehrsangebote angewiesen. In ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen sind oftmals aufgrund unüberwindbarer Barrieren von der Nutzung des ÖVs ausgeschlossen. Somit rücken Fragestellungen nach Barrierefreiheit, Altersgerechtigkeit und zielgruppenspezifischen Mobilitätsbedürfnissen bei der Planung des ÖVs in den Mittelpunkt. Herkömmliche Planungsmethoden und Technologien sind nicht geeignet, diese Anforderungen gleichzeitig zu berücksichtigen. Es fehlen Bewertungs- und Planungsinstrumente für den Öffentlichen Verkehr, die eine auf Haltestellen bezogene Analyse der Zugänglichkeit und Angebotsqualität ermöglichen.

Ziel des vom BMVIT / FFG in der Programmschiene ways2go finanzierten Projektes ist die Entwicklung neuer Methoden für raumbezogene Planungsinstrumente zur zielgruppenorientierten Bewertung und Planung der Zugänglichkeit von Haltestellen und der Angebotsqualität im Öffentlichen Verkehr, sowie deren verstärkter Einsatz in einer bedarfsorientierten Verkehrs- und Raumplanung. Die technologiebasierten Grundlagen berücksichtigen demographische und raumstrukturelle Entwicklungen, Mobilitätsbedürfnisse, die Haltestelleninfrastruktur (Barrierefreiheit) sowie das Beförderungsangebot.

Innovation:

  • Modellierung von demographischen Entwicklungen, Siedlungsstrukturen und künftigen Mobilitätsbedürfnissen mit Werkzeugen der Geoinformatik
  • Bewertung der Zugänglichkeit zum ÖV bezüglich der Ausstattung und Barrierefreiheit der Haltestellen; Hierzu wird ein Haltestellenschema entwickelt, das in die österreichweite GraphenIntegrationsPlattform (GIP) integriert werden kann.
  • Die zielgruppenspezifische Bewertung der Angebotsqualität (Bedienungshäufigkeit, Reisezeit, Umsteigehäufigkeiten, Umsteigewartezeiten, Fahrzeugtyp, u.ä.). Die Anbindung an elektronische Fahrplanauskunftssysteme ermöglicht flächendeckende Analysen. Die Gruppe der mobilitätseingeschränkten SeniorInnen wird dabei exemplarisch als Referenzgruppe herausgegriffen.
  • Darstellung von flächenhaften Indikatoren mit einer Reihe von Web-Planungstools (Prototypen) unter Beachtung von standardisierten Schnittstellen

 

PublicTransportScreener Web-Planungsdienste:

  • PTS-Dienst Siedlungsfläche:
    Indikator für eine „Region der kurzen Wege“; Entfernung der Siedlungsfläche zum ÖV und zu den nächsten Einrichtungen der Grundversorgung, Eigenschaften bestehender und potenzieller Siedlungsflächen
  • PTS-Dienst Barrierefreiheit :
    Indikator zur Priorisierung von Maßnahmen der Haltestelleinfrastruktur; Information zur Barrierefreiheit an der Haltestelle und zur altersspezifischen Nachfrage im Umfeld
  • PTS-Dienst Erreichbarkeit von Zentren:
    Information zum Verkehrsnagebot in der Fläche: Weg vom Wohnort in verschiedene übergeordnete Zentren (Gehzeit, Fahrzeit mit Verkehrsmittel, Wartezeit, Umsteigehäufigkeit)

 

Partner:

 
 

 

 

 

Programmlinie „ways2go“ – eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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