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MobilityEqualizer - Raumtypen der Mobilitätsnachfrage

2014 bis 2015

Viele in Österreich lebende Personen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt und beeinträchtigt. Durch gesellschaftliche Veränderungen und wirtschaftliche Entwicklungen verstärkt sich diese Problematik: Für immer mehr Menschen stellt der öffentliche Verkehr die Mobilitätsgarantie dar, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ermöglicht. Es fehlen jedoch die entsprechenden Planungsgrundlagen und -instrumente, die das Ziel einer gleichberechtigen Mobilität durch eine bedarfsorientierte ÖV-Angebotsbewertung und Maßnahmenplanung unterstützen und ergänzen.

Wesentliche Grundlagen für die zukünftige Planung und Gestaltung des öffentlichen Verkehrs in Österreich wurden im Projekt „Bundesweite ÖV-Standards für Österreich“ erarbeitet. Diese gemeinsame Initiative des BMVIT und der Bundesländer soll zu einer Neuorganisation des Regionalverkehrssystems in Österreich beitragen. Der darin entwickelten wünschenswerten und leistbaren ÖV-Mindeststandards beziehen sich derzeit auf Siedlungskerne unterschiedlicher Einwohnerzahl und auf die Bedienungsqualität (Zahl der Abfahrten) der wichtigsten Haltestelle des Siedlungskerns. Die ÖREK-Partnerschaft „Plattform Raumordnung & Verkehr“ weist in ihrem Bericht an die Landesverkehrsreferentenkonferenz (HIESS, 2014) darauf hin, dass es notwendig ist, diese angebotsorientierten Mindeststandards durch nachfrageorientierte Standards zu ergänzen und eine konkrete Abstimmung der Siedlungsentwicklung mit der ÖV-Erschließung für alle Haltestellen anzustreben.

Das im Rahmen des vom BMVIT/ FFG in der Programmschiene Mobilität der Zukunft geförderte Projekt MobilityEqualizer setzt sich zum Ziel, durch die Entwicklung innovativer Planungswerkzeuge einen Beitrag zur Erreichung der Chancengleichheit im Mobilitäts-bereich zu leisten. Die erstellten Tools sollen ein nachfrageorientiertes Monitoring von Angebot und Nachfrage im ÖV ermöglichen und damit die Grundlage für die bedarfsgerechte Maßnahmenplanung bilden. Vor allem für Regionen, in denen Mindeststandards im ÖV nichts bewirken, liefern Nachfrageindikatoren in Kombination mit der bestehenden Bedienqualität ein differenziertes Bild der Mobilitätsnachfrage und -bedürfnisse und der etwaigen Maßnahmen (für bspw. Personen mit Versorgungsverpflichtungen / höherem Versorgungsbedarf in Schrumpfungsregionen; Auszubildende in Auspendelregionen). Dies ist für eine konkrete, an die Bedürfnisse der NutzerInnen angepasste Gestaltung des Angebotes (z.B. tageszeitspezifisch, zielspezifisch je nach Nachfragegruppen) von besonderem Interesse und liefert einen signifikanten Mehrwert in der Angebots-planung, sowohl für den ÖV, als auch für alternative Angebotsformen.

Innovation:

Indikatoren der Mobilitätsnachfrage: Nachfrageprofil für Siedlungskerne

Automatisierte Analyse der Angebotsqualität im ÖV

Web-Planungstool für Verkehrs- und Raumplanung sowie Politikberatung

Projektpartner:

     

Fördergeber:

      

 

Programmlinie „Mobilität der Zukunft: Personenmobilität innovativ gestalten“ – eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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