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Mobility Optimizer

2015 bis 2016

Ein qualitätsvolles Angebot im Öffentlichen Verkehr trägt wesentlich zur Erhaltung der individuellen Mobilität bei. In diesem Sinne ist der ÖV ein Garant für die Mobilität aller Altersgruppen, denn nicht jeder verfügt über ein eigenes, motorisiertes Verkehrsmittel. Vor allem im ländlichen Raum werden Menschen (schwerpunktmäßig SeniorInnen sowie Kinder) ohne eigenes Auto benachteiligt und in ihrer Mobilität stark eingeschränkt, sofern sie nicht auf ein entsprechendes ÖV-Angebot zurückgreifen können.

Aus diesem Grund zielt MobilityOptimizer darauf ab, mit einfach handhabbaren Planungsinstrumenten eine vorausschauende, qualitätsvolle Angebotsplanung im ÖV zu unterstützen. Durch innovative Bausteine werden aktuell relevante Beiträge zu verkehrspolitischen Aufgaben angestoßen, um mobilitätsrelevante Veränderungsprozesse zu initiieren.

ÖV-Erschließung und ÖV-Angebot sollten sich auch im ländlichen Raum nicht auf eine Mindestversorgung beschränken, sondern sich an den realisierbaren Nachfragepotenzialen orientieren und dahingehend optimiert werden. Daher werden in MobilityOptimizer aufbauend auf themenrelevante Vorgängerprojekte und bundesweite ÖV-Standards neue Methoden entwickelt, um die Nachfrage nach ÖV und alternativen Mobilitätslösungen realistisch abschätzen zu können. Durch Modellierung von Nachfragepotenzialen für Haltestellen / Siedlungskerne sollen PlanerInnen besser abschätzen können, wo entweder ein wirtschaftlicher ÖV-Betrieb längerfristig möglich ist oder wo Mikrosysteme und alternative Mobilitätslösungen ein bedarfsgerechtes Angebot sicherstellen können.

Ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor ist an dieser Stelle, die Bevölkerung in die Planung einzubinden und somit zielgruppenorientierte Lösungen zu entwickeln. Zu diesem Zweck wird im Projekt eine Feedbackmöglichkeit für ÖV-Nutzerinnen entwickelt, die durch eine Schnittstelle direkt in das Planungstool integriert wird. ÖV-NutzerInnen wird es somit ermöglicht, Rückmeldungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge in strukturierter Form abzugeben, die direkt in eine optimierte Angebotsplanung einfließen.

Der Projektpartner Salzburger Verkehrsverbund trägt wesentlich zur pilothaften Umsetzung bei, wobei durch die Verwendung einheitlicher Daten und Schnittstellen (VAO / GIP) die österreichweite Übertragbarkeit besonders berücksichtigt wird. Um zu gewährleisten, dass die geplante Feedbackmöglichkeit von ÖV-Nutzerinnen angenommen wird und somit auch klaren Mehrwert für die ÖV-Angebotsplanung bringt, werden deren Bedürfnisse und Anforderungen im Rahmen von Fokusgruppeninterviews ermittelt.

Durch die integrative Zusammenführung innovativer Bausteine, wie der Abschätzung realisierbarer Nachfragepotenziale für ÖV- und alternative Mobilitätslösungen sowie die Einbindung von NutzerInnen-Feedback über ein entsprechendes System entsteht somit ein übertragbares Planungstool mit hohem Anwendungsnutzen, das eine optimale Angebotsgestaltung im Sinne einer gleichberechtigten und bedarfsgerechten Mobilität fördert.

Leadpartner: Studio iSPACE

                

 

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