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Facts4Stops

2012 bis 2013

Der ÖV-Anteil beim Einkaufen oder privaten Erledigungen liegt bei 0-4%, der MIV-Anteil liegt mit Ausnahme städtischer Kernlagen bei über 90%. 48% der Einkaufswege dienen ausschließlich dem Einkaufen, für mehr als die Hälfte der Fahrten ist das Einkaufen ein Teil einer Wegekette (bspw. Teil des Arbeitsweges).
Zur Steigerung des ÖV-Anteils in diesen Wegeketten müssen die ÖV-Haltestellen mit ihrem jeweiligen Umfeld analysiert und Maßnahmen zu Steigerung der Attraktivität für den Nutzer (ÖV-Angebot, intermodale Anbindung, Einrichtungen mit Zusatznutzen, …) abgeleitet werden. Der siedlungsstrukturelle Kontext einer Haltestelle ‒ das Haltestellenumfeld ‒ wird bislang in Planungsansätzen zu wenig für eine Erhöhung der Bedarfsgerechtigkeit berücksichtigt. Es mangelt an Wissen zu raumbezogenen Mobilitätsbedürfnissen und angepassten Maßnahmen, um Wegeketten mit dem ÖV zu fördern.

FACTS4Stops entwickelt Werkzeuge für Planer und Nutzer des Öffentlichen Verkehrs, die zu einer Erhöhung der Attraktivität der mit dem Umweltverbund zurückgelegten Wege beitragen. Ein wichtiger Faktor dafür ist ein attraktives Haltestellenumfeld, denn eine Haltestelle hat für den Nutzer nicht nur die eigentliche Grundfunktion einer Ein-, Aus- oder Umstiegsstelle, sondern ist – zusammen mit ihrem Umfeld – auch der gefühlsmäßige Erstkontakt zu den Angeboten des Öffentlichen Verkehrs. Ihre Adaption hinsichtlich der Bedürfnisse aktueller ÖV-NutzerInnen sowie jener, die noch nicht dazu gewonnen werden konnten, ist für die tatsächliche Benützung des ÖVs von entscheidender Bedeutung. FACTS4Stops spricht dafür mit seinen Innovationen ÖV-NutzerInnen und PlanerInnen an.

Innovation:
• Integration von Daten zum Haltestellenumfeld in ein Informations-, Bewertungs- und Planungsinstrument: Das Angebot an der Haltestelle (Zugänglichkeit, Ausstattung) und Informationen zum Haltestellenumfeld (Infrastruktur, Siedlungsstruktur, Zugangswege) können systematisch verknüpft und mit Werkzeugen der Geoinformatik bewertet werden. Die Einbindung von Social-Media Services verbreitert die Datenvielfalt zu Infrastruktureinrichtungen und hält sie aktuell. Erstmalig wird eine unkomplizierte wechselseitige Berücksichtigung in integrativen Planungsprozessen (bedarfsgerechte Abstimmung von Infrastruktur und Öffentlichem Verkehr) möglich.
• ÖV-Community-Client (Haltestellen-Client, Google-Places, Facebook-Places, OpenStreetMap): In Facts4Stops wird evaluiert, welche Social-Media Dienste geeignet sind, das Haltestellenumfeld bestmöglich zu erfassen und Einrichtungen zu bewerten. Darüber hinaus sind technische Integrationsfragen zu klären. Anschließend wird der ÖV-Community-Client entwickelt. Er erlaubt Informationen zum Haltestellenumfeld zu Versorgungseinrichtungen bzw. sonstigen Einrichtungen (z.B. Ärzte, Bankomaten, Geschäfte, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungsorte etc.) im Umfeld der Haltestellen angezeigt und gleichzeitig durch die ÖV-Community bewertet werden.

Ergebnis:
FACTS4Stops Web-Services

Partner:

• TraffiCon – Traffic Consultants GmbH http://www.trafficon.at/
• FACTUM http://www.factum.at

 

Programmlinie „ways2go“ – eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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