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4D-SDIs

2018 bis 2019

Vierdimensionale, raum-zeitlich hochaufgelöste harmonisierte Geodateninfrastrukturen

Ziel des geplanten Forschungsvorhabens 4D-SDIs ist es, Modelle, Konzepte sowie adaptive Workflows und Implementierungsstrategien für den Aufbau und die Umsetzung von hochauflösenden vierdimensionalen (raum-zeitlichen) Geodateninfrastrukturen (4D-SDIs) zu erarbeiten, zu validieren und deren Aufbau und Betrieb mit standardisierten, generalisierten und wiederverwertbaren Workflows zu optimieren. Dies umfasst die Erweiterung bestehender 2D-Geodateninfrastrukturen hin zu 3D-Geodateninfrastrukturen, die auch neu Innen- und Außenbereiche von öffentlichen Verwaltungs- und Dienstleistungsgebäuden sowie Anlagen kritischer Infrastrukturen beinhalten und die darin befindlichen IoT-Komponenten auf Basis ihrer Verortung in Raum und Zeit in 4D-SDIs verknüpfen. Dies ist notwendig, da in vielen Fällen hochaufgelöste 4D-Datenbestände in Unternehmen häufig nur technisch proprietär organisiert und semantisch bedingt aufeinander abgestimmt, also de facto nur als Insellösungen zur Verfügung stehen.

Inhaltlich werden dazu im Forschungsvorhaben 4D-SDIs Erweiterungen von 2D-SDI-Führungsstrategien konzipiert, mit Anwendergruppen (u.a. Verwaltung und Behörden) abgestimmt und darauf aufbauend technische ‚best practice' Prototypisierungen entwickelt und validiert. Im Detail wird dazu eine Prototypisierung der Erweiterung bestehender (österreichweit) harmonisierter und standardisierter 2D-Geodatenmodelle hin zu standardisierten 3D- und 4D-Geodatenmodellen und deren Organisation in Datencontainern durchgeführt. Dafür gilt es, angelehnt an verfügbare Gebäudemodellierungsstandards aus verschiedenen Anwendungsdomänen (Architektur, Planung, Geoinformatik), die Informationsbestände inhaltlich wie technisch anwendungsunabhängig mit semantischen ‚loose-coupling‘ Strategien zu harmonisieren und zu verlinken, die damit dann ein stabiles Fundament für die Modellierung von 3D- und 4D-Umgebungen von Innen- und Außenbereichen bilden.

Zusammenfassend setzt sich das Forschungsprojekt 4D-SDIs zum Ziel, räumlich und zeitlich hoch aufgelöste Infrastrukturdaten technisch standardisiert und inhaltlich harmonisiert für die vielfältigen zukünftigen Aufgaben und Anforderungen der Digitalisierung wie z.B. Instandhaltung, Unternehmensintegration und Unterstützung des Sicherheitsmanagements für kontextabhängige Unternehmens-/Organisations-Informationssysteme fit zu machen und entsprechend ‚best practice' Ansätze für die Sicherstellung einer nachhaltigen und resilienten organisatorischen Führung zu entwickeln.

 

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