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ERNEUERBARE ENERGIE IN ÖSTERREICH - Räumlich aufgelöst & interaktiv

Oberflächennahe Geothermie

Oberflächennahe Geothermie umfasst die von der Erde selbst stammende Energie, die aus Tiefen bis zu ca. 100 m mittels Erdsonden gehoben und mittels Wärmepumpen zur Wärmebereitstellung zur Verfügung steht. Um die im Erdreich vorhandene Wärme nutzen zu können, ist elektrischer Strom zum Betrieb der Wärmepumpe erforderlich. Das vorhandene Potenzial hängt primär von den vorherrschenden hydrogeologischen Verhältnissen unter besonderer Berücksichtigung des Grundwassers in der Untersuchungsregion ab.

Theoretisches Potenzial aus oberflächennahe Geothermie

Zur interaktiven Applikation

Die Ermittlung des theoretischen Potenzials beruht auf einer gesteinsspezifischen Entzugsleistung (Einteilung basierend auf der Hydrogeologiekarte des Hydrologischen Atlas Österreich und der VDI Richtlinie 4640), sowie der Annahme von 2400 Vollaststunden, einer Jahresarbeitszahl von 3,5, einer Sondentiefe von 250m und einem Sondenabstand von 10m.

Eingeschränktes technisches Potenzial aus oberflächennaher Geothermie

Zur interaktiven Applikation

Die Reduktion des theoretischen Potenzials auf ein technisches Potenzial beruht auf dem Distanzkriterium hinsichtlich Wärmeabnehmern und Wärmeerzeugung. Deshalb werden nur Flächen, die Gebäuden zuordenbar sind, als für eine Nutzung der oberflächennahen Geothermie geeignet betrachtet. Diese Gebäude zuordenbaren Flächen werden mittels räumlicher Daten der Gebäude- und Wohnungsstatistik sowie weiterer statistischer Kennzahlen abgeschätzt. Innerhalb dieser Flächen erfolgt eine weitere Einschränkung auf Grund von als nicht nutzbar angesehenen Flächen wie Straßen oder Parkplätze. Auch Infrastrukturelemente für Wasser, Gas, Telefon schränken die verfügbaren Flächen weiter ein.

Hydrothermale Geothermie

Potenziale aus hydrothermaler Geothermie sind in Österreich an Niederdrucklagerstätten, die sich im Bundesgebiet bis ca. 3000 m unter der Erdoberfläche befinden und eine Temperatur von knapp über 100 Grad Celsius aufweisen, gebunden.

Theoretisches Potenzial aus hydrothermaler Geothermie

Geographische Daten über Heißwasseraquifere mit hinreichend großer Wasserführung in Verbindung mit Informationen über deren Wärmeinhalt liefern die Grundlagen für eine räumliche Potenzialermittlung. Die Annahme einer mittleren Nutzungsdauer ermöglicht eine Abschätzung des theoretischen Potenzials.

Eingeschränktes technisches Potenzial aus hydrothermaler Geothermie

Das eingeschränkte technische Potenzial basiert auf dem theoretischen Potenzial und berücksichtigt zudem Annahmen zur Reinjektionstemperatur, zur technisch installierbaren thermischen Anlagenleistung, zur Ergiebigkeit sowie zu konkurrierenden Nutzungen wie z.B. Thermen.


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